RITUELLES RÄUCHERN MIT HEIMISCHEN KRÄUTERN UND SCHAMANISCHER TROMMEL
"Räuchern klärt Geist und Seele und bringt Balance in das Auf und Ab des Tages."
Was ist ein Ritual?
Ein Ritual ist eine Absicht, die in eine bewusste Handlung eingebunden wird und in einem größeren Zusammenhang ssteht. Mit ihm lassen sich oft energetische und spirituelle Abläufe und Strukturen erkennen, die mit den physischen Auge nicht wahrzunehmen sind. Die Absicht ist dabei stets auf das Gesunden im Sinne des Sich-Erweiterns und Reifens gerichtet. Deshalb kann ein Ritual gut unterstützen beim Beten, Anrufen, Reinigen, Heilen, Lösen, Meditieren etc. Jede kleinste Handlung, Ausdruck und Sprache, ist beim Ritual mit Bewusstsein durchtränkt. Der Mensch ist dadurch aufmerksam und gesammelt, Rituale können stimmungsvoll, kraftvoll, innig bis humorvoll und ausgelassen sein - also so wie das Leben.
Wichtig ist, dass wir die Rituale nicht spielen, sondern siemit unserem Sein füllen. Auf diese Weise erleben wirjedes Jahr immer wieder neu das Werden und Vergehen der Natur auch in uns selbst: Das Sterben, Träumen, Neugebären, Wachsen, Blühen,Fruchten und Sicherverschenken, um abermals zu sterben. Gemeint sin ddie gutmütigen Tode, die kommen, innere Sterbe- und Loslöseprozesse, die uns helfen, zu mehr Ganzheit und Freiheit zu erblühen.
Wie wirkt Räuchern?
Wer Kräutern und Pflanzen mit Respekt begegnet, erfährt beim Räuchern ihr Geheimnis.
Zu allen Zeiten war es den Menschen besonders wichtig, zu ganz bestimmten Anlässen im Jahr zu räuchern. Räuchern ist ein Ausdruck des Respekts, der Bitte und des Danks an die Naturkräfte (bzw. Götter), die die Geschiccke lenkten. Auch heute wächstbei vielen Menschen das Bedürfnis, sich wieder stärker mit der Natur zu verbinden - mit denm, was uns umgibt und begleitet, denn wir alle sind Teil derselben Existenz.
Wir können mit Räuchern reinigen, heilen, schützen, segnen, einen gestigen Raum/Atmosphäre schaffen, orakeln und geistig reisen.
Beim Räuchern geht es - ähnlich wie in der Homöopathie - darum,den Geist (die Wirkung) der Pflanze von der Materie (Pflanzenkörper) zu lösen. Für diesen Vorgang wir die Glut des Feuers zur Transformation verwendet. In dieser nun geistigen Form kann sich der Pflanzengeist ungehindert verbreiten und seine Kraft entfalten. Die Kräfte der Elemente verstärken dies und wirken symbolisch in der glut (Feuer), der Räucherschale (Wasser), der Pflanze (Erde) und dem Rauch (Luft).
Beim Räuchern spielen zwei Dinge zusammen: Das ist zum einen die menschliche Absicht und zum anderen die Kraft der Pflanze. Unsere Absicht gibt die Richtung an. Das Pflanzenwesen, losgelöst und transformiert durch die Glut, schenkt uns seine Kraft und hilft dadurch bei der Umsetzung der Absicht. Das Räuchern wirkt daher vor allem auf der geistigen und emotionalen Ebene.
Mit Pflanzen räuchern und Kraft schöpfen -entspannen.
Einige Räucherpflanzen und deren Wirkung:
Salbei ist beim Räuchern ein ausgezeichnetes Reinigungskraut, er klärt und reinigt die Atmosphäre von Häusern, Räumen und auch die Aura, indem er störende und stessbeladene Energien einfach hinausdrängt.
Dadurch werden wieder Zentrierung und Konzentration möglich.
Rainfarn stärkt die Abwehr und das Selbstwertgefühl, hilft mit innerer Wahrheit nach außen zu gehen, wirkt gegen Ungeziefer und Mücken. Desinfiziert in Krankenzimmern, hilft bei aufziehenden Gewittern, Streit und angespannter Atmosphäre. Bringt Erleichterung und Ausgleich bei Elektrosmog in Computerräumen.
Mistel verwandelt langsame, negative Schwinigung inlichte, höhere, hilft bei der Traumdeutung, eröffnet innere Schätze, indem sie Licht ins Unbewusste bringt.
Wenn wir wollen, können wir mit ihr unbemerkt bleiben.
Lavendel reinigt, desinfiziert, schafft Klarheit, schützt vor Blutsaugern aller Art, wie zum Beispiel nervenden Mitmenschen. Schützt junge Mädchen und menstruierende Frauen. Zur Segnung von Kindern und Säuglingen geeignet. Öffnet das dritte Auge und verhilft zu klaren Visionen.
Weihrauch und Myrrhe kann zu gleichen Teilen geräuchert werden, Weihrauch unterstützt das Männliche und die Myrrhe das Weibliche. Auf diese Weise hilft der Weihrauch, die Materie mit Geist zu durchdringen, während die Myrrhe uns die Geheimnisse der Materie eröffnet.
Die Schafgarbe ist intuitionsstärkend, fördert die Traumarbeit, unterstützt das Vervorbringen von Visionen. Gut geeignet zum Orakeln und um Zukünftiges zu erahnen.
Räuchern weckt Heilkräfte
Räuchern schenkt Energie
Der Jahreskreis
Geräuchert wird verstärkt in der dunklen Jahreszeit, wenn das Licht schwächer wird, die Herbststürme brausen und die Nebel steigen, bis hin zu den stillen, schneeverwehten oder glasklaren Winternächten.
Die heisse Glut, der warme balsamische Geruch der Kräuter und Harze, das ruhige Ritual - all das erwärmt das Herz und schafft eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Unsere vorchristlichen Vorfahren feierten acht große Feste im Jahr. Die Jahreskreisfeste bestehen aus den vier astronomisch festgelegten Sonnenfesten: die Wintersonnwende, die Sommersonnwende und die Frühjahrs- und Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Dazwischen liegen Lichtmess, Walpurgis, Schnitterfest und Allerseelen.
Die Menschen gingen früher davon aus, dass an diesen acht Eckpfeilern des Jahres der Schleier zur "Anderswelt" besonders dünn sei. So konnte man leichter KOntakt zu den Kräften und Göttern herstellen, um mit ihnen zu kommunizieren. Bei den gefeierten Ritualen begleitete sie der aromatische Rauch meist heimischer Pflanzen und Harze.
31. Oktober /1. November oder November-Neumond
Allerseelen - Samhain
Hexenneujahr - ein neuer Zyklus beginnt. Er beginnt mit dem Sterben -Loslassen - etwas Neues kann entstehen, die Zeit des Träumens beginnt, die Zeit, in der wir er-träumen, er-schaffen, um dann zum Julfest (Wintersonnenwende) neu geboren zu werden.
November-Neumond - eine Zeit, die den Atem anhält, die Stille schwer über dem Land liegt und sich alles nach innen richtet, wir erinnern uns unserer Abgründe, lernen loszulassen und spüren den Ruf der Ahnen. Wir besinnen uns auf die tief gehende Bedeutung von Tod und Wiedergeburt. Es ist eine Reise in die Unterwelt, ein Abenteuer der Nacht.
Allerseelen ist das große Ahnenfest, ein Fest der Durchgänge, der Läuterungen und des Orakelns. Auch heute noch ist es sinnvoll, sich mit seinen Ahnen und siner Herkunft auseinander zu setzen, damit wir unsere Wurzeln kennen und aus ihnen Kraft schöpfenkönnen, Frieden mit der Vergangenheit und Herkunft zu schließen.
21. Dezember
Julfest - Wintersonnenwende
Die dunkelste Nacht des Jahres, die das Licht gebiert. Geräuchert wird mit Pflanzen, die die Sonnensignatur in siche tragen, z.B. Alant, Johanniskraut, fichten oder Tannenharz, Mistel, Myrrhe.., zu Ehren der wiedergeborenen Sonne. Diese Pflanzen haben segnende und antidepressive Wirkung.
Rau(ch)nächte
Die Raunächte beginnen in der Heiligen Nacht, vom 25. auf den 26. Dezember. Sie dauern zwölf Nächte lang, bis Heiligendreikönig, dem 6. Jänner. Diese zwölf Nächte sind der Höhepunkt des Orakeljahre. In dieser Zeit kann tagsüber schützend und reinigend geräuchert und abends mit den Orakelpflanzen durch den Rauch in die Zukunft geschaut werden. Jede Nacht der zwölf Nächte steht für einen Monat des kommenden Jahres.
Eine andere Tradition ist es, in den ersten sechs Nächten das Vergangene abzuschließen, um dann in den folgenden sechs Nächten das Kommende zu visionieren.
1./2. Februar
Lichtmess - Imbolc
Ein Weihe- und Reinigungsfest, ein stilles Fest, ein Fest des Berührtwerdens vom jungen LIcht des Tages. Das Licht hat nun endgültig gesiegt. Ein Fest des Neubeginns nach der langen Winterzeit.
Lichtmess ist ein idealer Tag um die Wohnung und das Haus mit Rauch zu reinigen und zu segnen, neue Impulse für "frischen Wind" herbeizurufen.
20. - 23. März
Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche - Ostara
Es ist das letzte Fest im dunklen Haljahr. Das Samenkorn tritt aus, das wir zu Allerseelen in uns erträumt, zum Julfest geboren und zu Lichtmess begrüßt haben, fängt jetzt an, aus dem dunklen Grund unserer Seele zu sprießen und in die Welt hinein sichtbar zu werden.
30. Apreil/1. Mai -Vollmond
Walpurgis -Beltane
Das Fest der wilden Weiber. Eine lustige Mai-Orgie, in der wir um ds Feuer tanzen, um die Wette fliegen und über unseren Schatten springen. Ein Fest der Lust, der Freude und der Ekstase. Der Himmelsherold vereinigt sich mit der noch jungfräulichen Erdgöttin. Der Maibaum mit seiner kranzumfassten Spitze ist das Symbol dafür. So ist die Fruchtbarkeit für das Jahr gesichert.
21. Juni
Johanni - Sommersonnenwende
Die Sommersonnenwende hat den längsten Tag und die kürzeste Nacht, ist also somit der Spiegel des Wintersonnwendfestes. Was in diesem Jahr gesät wurde, steht jetzt in seiner vollen Blüte und will hin zur Reife wachsen.Alles ist lebendig und voller Kraft, trägt aber in sich schon das natürliche Ende.
31. Juli/1. August
Schnitterfest - Lughnasad
Das Fest des ersten Kornschnitts oder das Fest des ersten Brotes. Es ist der Beginn der Erntezeit und um uns herum steht alles inBlüte und Fülle. Schwer haben wir gearbeitet, damit wir zur Reife gelangen. Aber noch können wir die Früchte unserer Arbeit nicht genießen.
20. - 23. September
Erntedank - Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche
Die Ernte unst nun eingebracht, Die Arbeit des Sommers ist getan.Wir sind gewachsen und haben Frucht gebracht, so wie die Erde - unsere Mutter. Es ist Zeit, ein Freudenfest zu feiern und für die inneren und äußeren Gaben zu danken. Wir wissen, dass eine gute Ernte neben harter Arbeit auch eine Gnade, ein Geschenk des Himmels, der Erde und des Göttlichenin allem ist.
Ein Fest der Fülle, eine beschwingtes Fest, ein Höhepunkt vor dem kommenden Sterben.
