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Was ist Yoga?

Yoga – Vereinigung – Ganzwerdung

 

Yoga ist Muskeldehnung statt Zusammenziehung, Entspannung statt Spannung und Ruhe, ja sogar „das Ausruhen vom Nichtstun“. Sitzen ist besser als Stehen, Liegen ist besser als Sitzen, Nichtarbeiten ist besser als Arbeiten“(Chin. Weisheit)

Geheimnis des Yoga: Mitten in der erregendsten Tätigkeit Ruhe zu bewahren und da, wo andere nichts tun, die größte Tätigkeit zu entwickeln.

Yoga baut lediglich auf der natürlichen Anpassungsfähigkeit des Körpers auf. Schwache Reize heben die Lebenskraft, größere Reize hemmen sie, größte Reize zerstören sie.

Yoga ist Gleichgewicht in allem. Weder zu viel essen, noch u wenig, weder u viel schlafen, arbeiten oder gar üben, noch zu wenig, sondern in allem das goldene Mittelmaß einhalten.

 

 

Yoga ist die Lehre vom Leben. Es ist eine Methode, die alle Energien des Menschen, des individuellen Selbst, mit den Energien des Universums, des höchsten Selbst, in Harmonie bringt und vereint. Zu dieser Harmonie kann es jedoch nur kommen, wenn der Mensch mit sich selbst im Einklang ist, wenn die Energien von Körper, Seele und Geist im Gleichgewicht sind.

 

Das harmonische Zusammenspiel der körperlichen, seelischen und geistigen Energien des Menschen, so die Yoga – Lehre, bedeutet Gesundheit, Disharmonie dagegen Krankheit.

 

 

4 Pfade des Yoga – geschaffen für verschiedene Menschenarten

 

Bhakti Yoga – Gefühle Emotionen, Liebe, Yoga der Hingabe, keine Asanas, Mantra Singen, öffnet das Herz. Für Menschen die vom Wesen her gefühlsbetont sind. Bahakti Yoga lehrt Techniken, die Gefühle sublimieren, da sie nicht immerzu unterdrückt werden können.

 

Karma Yoga – der Weg des Tuns, dienen ohne belohnt zu werden, Ausdruck über die Arbeit, ohne die Früchte der Arbeit zu ernten, Dankbarkeit kommt zurück, ich mach es für eine höhere Instanz. Am besten geeignet für aktive Menschen, es bedeutet, etwas von sich selbst zu geben und in der Welt zu arbeiten, doch diese Arbeit findet auf spiritueller Ebene statt.

 

 

Ijana Yoga – beschreibt die Welt der Illusion. Dieser Weg erfordert einen scharfen Geist und einen klaren Verstand. Für intellektuelle Menschen, die verstandesmäßig begreifen wollen, Studium der Schriften des Intellekts.

 

 

Raja Yoga – Konzentration und Kontrolle des Geistes, richtige Lebensführung, gesunder Körper, ruhige Haltung, Atemregulierung und Zurücknahme der Sinne. Nur wenn das alles gegeben ist, gelingt es sich zu konzentrieren und zu meditieren.

 

- Hatha Yoga ist Teil des Raja Yogas

(Ha steht für das Sonnenprinzip, Tha für das Mondprinzip) ist eine Praxis, die gegensätzliche Energien vereint, ein- und ausströmende Energien im Gleichgewicht hält.

Durch die Asanas, das Zusammenwirken von Körperbewegung, Atmung und Konzentration, beeinflusst er den ganzen Menschen auf positive Weise. Die Muskeln werden gestärkt, der Bewegungsapparat und die inneren Organe in Harmonie gebracht, der Kreislauf wird angeregt, das Nervensystem beruhigt, die Atmung verbessert und die Konzentrationsfähigkeit gesteigert.

 

Mit Hatha Yoga werden in kürzester Zeit spürbare Veränderungen hervorgerufen. Aufbauende und heilende Kräfte in Körper, Seele und Geist werden geweckt und stabilisiert. Man wird ruhiger, ausgeglichener und kann den Anforderungen des Alltags gelassener begegnen.

 

Anschauliche Beispiele:

 

- Yoga ist nach der trefflichsten aller Erklärungen, zu vergleichen mit der Kunst, ein Pferdgespann zu lenken: Erkenne dein Selbst als den Besitzer des Wagens, deinen Körper als den Wagen, deinen Verstand als Wagenlenker, das Denkprinzip als Zügel.

 

 

- Yoga das Nicht-Entstehen der Wellen im Bewusstseins See.

Nach dieser Auffassung gleicht unser Bewusstsein einem See, dessen Oberfläche ständig durch den Wind unserer Wünsche und Regungen getrübt ist Dieser Wind verursacht Wellen (Vorstellungen) in der Denksubstanz, und deshalb trübt sich die Oberfläche des Sees. Bleibt der Wind weg und wird die Oberfläche still und glatt, so spiegelt sich darin die ganze herrliche Welt, und man kann sogar durch das kristallklare Wasser bis auf den Grund des Sees schauen. Die Widerspiegelung der ganzen Landschaft ist die durch Yoga zu erlangende Erkenntnis der Welt, und das Schauen bis auf den Grund des Sees, die Selbsterkenntnis. Dies sind die beiden Endziele des Yoga. Und wie heißt der glatte, ungetrübte Zustand des Bewutsstseins, wenn der Wind der Seele sich gelegt hat und die Wellen geglättet sind? Auf indisch heißt der mit einem Wort: Nir (ohne) wana (wehen des Windes).

Der Yogi im Nirwana Zustand erkennt das ganze Weltall und gleichzeitig sich selbst.

 

- Yoga bedeutet, Türen in verschiedenen Ebenen aufzumachen, seelische Qualitäten wahrnehmen, Purusha heißt, das Leben verstehen.

Wenn der Tropfen verstanden wird, analysiert ist, verstehe ich das Meer, Yoga ist eine Art Mikroskop, in dem ich mich selber betrachte, immer wieder, scharf stellend, tieferes hineinschauen, immer schauend, tiefe Erkenntnisse für das Ganze finden. Das Wesentliche bin ich selbst.

Erkenne ich gewisse Dinge, verstehe ich, sie werden bedeutungslos, ich brauche keine Erklärung von jemand anderen, von außen.

Ich bin unbeeinflusst von außen, ich stehe zu mir und dem was ich tue, bin unabhängig von Manipulationen.

© 2006, Andrea Polzer